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ICAN FL40/50 Max Testbericht: 5 überraschende Erkenntnisse von Jourdain Coleman

by LiNichole Februar 10 2026
ICAN FL40/50 Max Testbericht: 5 überraschende Erkenntnisse von Jourdain Coleman

Vorwort

Der Umstieg auf Carbonlaufräder gilt als Standardlösung für jeden Rennradfahrer, der seinem Rad neuen Schwung verleihen möchte. Doch die Nebenwirkungen sind meist ein finanzieller Ruin. Jahrelang hat uns die Industrie eingeredet, dass man sich mit schweren, schlecht verarbeiteten Kompromissen abfinden muss, wenn man nicht einen „Premium-Aufschlag“ zahlt, der dem Preis eines gebrauchten Kleinwagens entspricht. Uns wurde suggeriert, dass Leistung nur mit vierstelligen Preisen möglich ist, sodass diejenigen unter uns, die nicht gerade ein Zahnarztgehalt haben, in der Welt der schweren Leichtmetallfelgen gefangen sind.

Die ICAN FL40/50 Max wollen der Branche die dringend benötigte Realität vor Augen führen. Für 800 US-Dollar versprechen diese Laufräder Spezifikationen auf höchstem Niveau – Sapim-Speichen, Carbonfelgen und federleichte Naben – ohne die üblichen Hürden. Hier sind die fünf überraschendsten Erkenntnisse aus der Praxis. Ich kaufe diesen Laufradsatz von einem EU or US Das Lager beinhaltet nicht nur Steuern und Versandkosten, sondern gewährleistet auch eine schnellere Lieferung.

Der FL40/50 Max Laufradsatz wurde aufgerüstet auf den FL40 II/ FL50 II für 2026.

Nachfolgend ein Video-Testbericht der FL40/50 Max von Jourdain Coleman aus Großbritannien:

Wichtigste Erkenntnis 1: Sie sind leichter als in der Werbung angegeben.

In der oft zynischen Welt der Fahrradbekleidung ist das angegebene Gewicht häufig weniger eine faktische Messung als vielmehr eine optimistische Angabe der Marketingabteilung. Doch der ICAN FL40/50 Max schaffte ein seltenes Kunststück: Er übertraf die Erwartungen durch sein geringes Gewicht. Das Vorderrad brachte 617 g und das Hinterrad 734 g auf die Waage. Das Gesamtgewicht ohne Anbauteile beträgt somit nur 1,351 g.

Für einen aerodynamischen Laufradsatz mit einer Felgenhöhe von 40 mm/50 mm ist das außergewöhnlich leicht. Um das zu verdeutlichen: „Diese Laufräder sind leichter als deine Hoffnungen, deine FTP im Winter aufrechtzuerhalten.“ Es ist fast beispiellos, dass preisgünstige Carbonteile deutlich leichter sind als die Werksangaben, aber ICAN scheint der Gewichtsreduzierung Priorität eingeräumt zu haben, ohne dabei die strukturelle Integrität zu beeinträchtigen, die erforderlich ist, damit die Teile auch wirklich zusammenhalten.

Erkenntnis 2: Präzisionstechnik, die mit Premiummarken mithalten kann

Gewicht ist nur eine Zahl; Rundlauf ist eine Kunst. Ich habe die Teile auf dem Zentrierständer geprüft, um den seitlichen Rundlauf (das seitliche Wackeln) und den radialen Rundlauf (die „Rundheit“ oder vertikale Abweichung) zu messen. Die Ergebnisse waren verblüffend: Die durchschnittliche Abweichung über alle Messungen betrug lediglich 0.18 mm. Zum Vergleich: 0.15 mm Abweichung entsprechen mit bloßem Auge praktisch einer „perfekten Geraden“.

Von den neun Laufradsätzen, die ich diesem Härtetest unterzogen habe, landete der FL40/50 Max auf dem zweiten Platz. Der einzige, der ihn schlagen konnte? Sein eigener Cousin, der ICAN Aero 50. Mit meiner Park Tool Zentrierlehre – die, seien wir ehrlich, so viel kostet wie mancher Laufradsatz – überprüfte ich die Zentrierung. Die Felge war perfekt spiegelbildlich zur Nabe ausgerichtet. Diese Präzision sorgt für einen geraden Lauf und verhindert, dass die Bremsscheiben aufgrund von Fehlausrichtungen die Bremsbeläge beschädigen.

Erkenntnis 3: Die "gestaffelte" Tiefe für realistische Kontrolle

Das FL40/50 Max verfügt über eine gestaffelte Felgenkonfiguration: eine 40 mm hohe Felge vorne und eine 50 mm hohe Felge hinten. Während manche aus ästhetischen Gründen 50 mm Felgenhöhe an beiden Enden bevorzugen würden, entspricht diese Konfiguration den Gesetzen der Physik. Ein höheres Hinterrad sorgt für aerodynamische Vorteile, wo sie entscheidend sind, während die flachere Vorderfelge verhindert, dass das Rad bei Seitenwinden schwer zu beherrschen wird.

Für alle, die in Gegenden wie Großbritannien mit bekanntermaßen windigen Bedingungen unterwegs sind, macht dieses Setup den Unterschied zwischen einer kontrollierten Abfahrt und einem furchteinflößenden Kampf mit dem Lenker aus. Auch die Felgenmaße haben mich technisch überrascht. ICAN gibt zwar eine Innenbreite von 23 mm an, meine Messung ergab jedoch eher 23.3 mm, bei einer Außenbreite von 28.6 mm (etwas breiter als die angegebenen 27.8 mm). Dieser größere Umfang ermöglicht die Verwendung moderner, breiterer Reifen und sorgt für eine bessere Form und mehr Komfort, ohne das typische „Glühbirnenprofil“ älterer, schmalerer Felgen.

Fazit 4: Keine Kompromisse bei den Komponenten (Sapim & „Shaved Leg“-Naben)

Der einfachste Weg, einen Preis von 800 Dollar zu erreichen, ist die Verwendung von minderwertigen, schweren Speichen und Naben mit Lagern, die sich anfühlen, als wären sie mit Sand gefüllt. ICAN ging diesen Weg nicht. Sie verwendeten Sapim CX-Ray Aero-Speichen aus Edelstahl, die, wie man so schön sagt, „wahrscheinlich länger halten als Ihre Knie“. Sie sind zweifach gekreuzt eingespeicht, wobei sich die Speichen am zweiten Kreuzungspunkt berühren – ein Detail, über das in Foren gerne diskutiert wird, das aber im Allgemeinen für eine robuste Konstruktion sorgt.

Die ICAN 28S Naben waren ebenso beeindruckend. Beim „Fingertest“ – dem Abtasten der Achse auf eventuelle Unebenheiten – fühlten sich die Lager „geschmeidiger an als eine frisch rasierte Haut am Zeitfahrtag“. Selbst der Freilaufklang ist ein absoluter Hingucker; er erzeugt ein lautes, knackiges Einrasten, das jedem in der Gruppe sofort signalisiert, wann man rollt. ICAN legt der Verpackung sogar ein physisches Qualitätskontrollblatt mit Speichenspannungswerten bei – genau die Art von Detailgenauigkeit, die beweist, dass diese Laufräder vor dem Versand tatsächlich von einem Menschen geprüft wurden.

Fazit 5: Kleinere ästhetische Mängel in einem ansonsten erstklassigen Paket

Lässt man die beeindruckende Innentechnik einmal beiseite und betrachtet die Optik genauer, offenbart sich die eigentliche Preisschwäche – allerdings nur bei genauer Betrachtung. Die Verpackung ist hervorragend und enthält reichlich Schutzschaum, Tubeless-Ventile und vormontiertes Felgenband. Das schillernde Logo wirkt modern, ohne dabei kitschig zu sein.

Mir ist allerdings ein kleiner Fehler am Aufkleber des Hinterrads aufgefallen – er ist minimal verschoben. Wer Wert auf absolut präzise Aufkleber legt, mag sich daran stören. Aber mal ehrlich: Eine winzige Verschiebung ist doch ein lächerlich geringer Preis für einen Laufradsatz, der weniger kostet als Ihr letzter Radurlaub, aber die gleiche Leistung bietet wie dreimal so teure Ausrüstung.

Fazit: Die Zukunft der Budgetleistung

Das ICAN FL40/50 Max ist ein revolutionäres Laufrad. Es beweist, dass die Kluft zwischen Einsteiger- und Spitzenklasse schneller schrumpft als ein Sprinter auf den letzten 200 Metern. Ich bin zwar nur ein Laie mit Zentrierständer, Messuhr und einer gewissen Faszination für technische Daten, aber die Zahlen sprechen für sich: Diese Laufräder sind objektiv betrachtet Hochleistungslaufräder.

Wenn ein Laufradsatz unter 1000 Dollar die „großen Namen“ in Sachen Präzision, Rundlaufgenauigkeit, Gewicht und Komponentenqualität konstant schlagen kann, stellt sich der Branche eine schwierige Frage: Treten wir endlich in eine Ära ein, in der Leistung nicht mehr an einen hohen Preis gebunden ist, oder haben wir die ganze Zeit nur für Aufkleber zu viel bezahlt?

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