Vorwort:Das Gewichtsweh-Dilemma
In der hart umkämpften Welt der Rennradausrüstung gilt die Gewichtsgrenze von unter 1200 g als der Heilige Gral. Traditionell erforderte das Erreichen dieser Werte bei einem Laufradsatz für Scheibenbremsen den Einsatz exotischer Carbonspeichen – Materialien, die oft ebenso empfindlich wie teuer sind. ICAN hat in diesem Bereich jedoch schon immer neue Wege beschritten. Meine Verbindung zur Marke reicht bis ins Jahr 2018 zurück, als ich mein drittes Rennrad mit einem ihrer Rahmen aufbaute. Ich habe ihre Entwicklung in den letzten sechs Jahren verfolgt und miterlebt, wie sie sich von einem Geheimtipp für preisgünstige Produkte zu einem echten Vorreiter im Performance-Bereich entwickelt haben. Ihr neuestes Produkt, der ICAN AERO40 II, birgt ein faszinierendes Paradoxon: ein Laufradsatz, der die 1200-g-Grenze durchbricht und gleichzeitig die Zuverlässigkeit von Stahlspeichen beibehält.
Dies ist das Originalvideo zum Test des ICAN AERO40 II Laufradsatzes aus Japan auf dem Cycle Walk-Kanal.
Das 1155-g-Wunder: Stahlspeichen in einer Carbonwelt
Das technische Profil des AERO40 II ist, ehrlich gesagt, atemberaubend. Auf unserer Waage wog das Vorderrad 526 g und das Hinterrad 629 g, was ein Gesamtgewicht des Systems von nur 1155 g ergibt. Zum Vergleich: Diese Gewichtsklasse ist normalerweise ausschließlich proprietären Carbon-Speichenrädern vorbehalten, deren Wartung extrem aufwendig ist.
Stattdessen verwendet ICAN 24 gerade Stahlspeichen (jeweils 12/12 vorne und hinten), um diese Werte zu erreichen. Durch die Wahl von Stahl anstelle von Carbon wurde die Zuverlässigkeit im Alltag und die Stoßfestigkeit ohne das übliche Mehrgewicht priorisiert.
„Das Durchbrechen der 1200-Gramm-Grenze gelang bisher nur mit Carbonspeichen. Dies mit Stahlspeichen zu erreichen, ist eine beachtliche Leistung.“

Der Vorteil von „federnden“ Materialien: Warum steifer nicht immer besser ist
In der jüngsten Fixierung der Branche auf Seitensteifigkeit wurde der Fahrkomfort oft zugunsten maximaler Kraftübertragung geopfert. Bei meinen Testfahrten bot das AERO40 II eine erfrischende Alternative. Die Stahlspeichen vermitteln ein dynamisches, federndes Fahrgefühl – eine besondere Art von radialer Nachgiebigkeit, die hochfrequente Vibrationen der Straße dämpft und die Ermüdung der Beine bei längeren Fahrten reduziert.
Hier geht es nicht nur um Komfort, sondern auch um Effizienz für den Alltagsfahrer. Für alle, die ihre Pedaltechnik noch verfeinern, sind diese Laufräder ein idealer Partner. Sie absorbieren die kurzzeitigen Drehmomentspitzen beim Treten, anstatt ihnen mit steifer Härte entgegenzuwirken. Selbst wenn Sie noch keine perfekt gleichmäßige, motorähnliche Rotation beherrschen, sind diese Laufräder dank ihrer ausgewogenen Seiten- und Radialstabilität ein deutlich ausgefeilteres Werkzeug als extrem steife Rennlaufräder.

Moderne Breite für die Breitreifenrevolution
Die AERO40 II ist eindeutig für die „Revolution der breiten Reifen“ konzipiert. Die Felgen verfügen über eine Innenbreite von 23 mm und eine Außenbreite von 28 mm – eine Aufstandsfläche, die sich schnell zum Goldstandard für moderne Rennrad-Setups entwickelt.
Ein 28-mm-Reifen passt zwar perfekt, doch die 23 mm tiefe Innenaufnahme ist so optimiert, dass sie auch 30-mm- und sogar 32-mm-Reifen ohne den für Aerodynamik und Handling typischen „Glühbirnen-Effekt“ aufnimmt. Dadurch ist der Laufradsatz zukunftssicher und ermöglicht es Fahrern, die Vorteile von niedrigerem Reifendruck und erhöhter Traktion von großvolumigen Reifen zu nutzen, ohne die Verbindung zwischen Felge und Reifen zu beeinträchtigen.

Unsichtbare Technik: CNC-gestütztes „Fleischschaben“
Das Gewicht der AERO40 II ist kein Zufall, sondern das Ergebnis dessen, was ich „funktionale Kunst“ nenne. Bei genauer Betrachtung des Kettenradhalters erkennt man die aufwendige CNC-Bearbeitung – eine Technik, die die Japaner als … bezeichnen. nikunuki oder „Fleischhobeln“ – jedes überflüssige Gramm Material entfernen. Diese handwerkliche Perfektion unterscheidet sich deutlich von den schweren, massiven Nabenkörpern von vor einigen Jahren.
Darüber hinaus hat ICAN großen Wert auf Wartungsfreundlichkeit gelegt. Im Gegensatz zu vielen „Boutique“-Laufrädern, die Spezialwerkzeug und die Einstellung interner Nippel erfordern, verwendet das AERO40 II externe Nippel. Dadurch lässt sich das Laufrad von jedem lokalen Mechaniker problemlos zentrieren. Jedes Set wird zudem mit einem individuellen Prüfbericht geliefert, der die Speichenspannung und den Rundlauf genau dokumentiert. Dies verleiht den Laufrädern einen hochwertigen Charakter, der ihren erschwinglichen Preis vergessen lässt.

Fazit: Leistung im Bereich des Möglichen
Der ICAN AERO40 II Es schlägt die Brücke zwischen den Anforderungen von Elite-Kletterrädern und den praktischen Bedürfnissen von Alltagsfahrern. Es beweist eindrucksvoll, dass die hohen Kosten und der Wartungsaufwand von Carbonspeichen keine Voraussetzung mehr sind, um die 1100-g-Gewichtsklasse zu erreichen. Wenn Sie bei ICAN einkaufen Europäische or Amerikanische LagerhäuserSo vermeiden Sie den Aufwand mit Versand- und Zollgebühren.
Erreichen wir einen Punkt, an dem die geringen Vorteile extrem teurer Carbonrahmen den Preis nicht mehr rechtfertigen, insbesondere wenn sich ein gut konstruierter Stahlspeichenrahmen so gut anfühlen kann? Wer Wert auf ein federndes, komfortables Fahrgefühl und eine erstklassige Gewichtsersparnis legt, für den ist die Robustheit von Stahl kein Kompromiss mehr – sie ist die kluge Wahl.
